Mehrere institutionelle Analysten und On-Chain-Plattformen kommen unabhängig voneinander zum selben Ergebnis: Der Bitcoin Zyklus Boden dieses Marktzyklus liegt voraussichtlich im vierten Quartal 2026. Die historischen Muster stützen diese Einschätzung. Aber der aktuelle Zyklus zeigt bereits Abweichungen, die das Muster verändern könnten.
Drei historische Zyklen zeigen denselben Rhythmus: Boden vier Jahre nach dem letzten Tief
Bitcoin hat in seiner bisherigen Geschichte drei vollständige Marktzyklen durchlaufen. Jeder folgte einem ähnlichen Ablauf: Halving, Anstieg über 12 bis 18 Monate zum Allzeithoch, anschließende Korrektur über 12 bis 16 Monate zum Boden.
Der erste Zyklus endete im Januar 2015, der zweite im Dezember 2018, der dritte im November 2022. Der Abstand zwischen den Böden betrug jeweils rund vier Jahre. Die maximalen Abschwünge lagen bei 87 %, 84 % und 77 %.
Die Muster waren nicht identisch, aber die Struktur war erkennbar. Der aktuelle Zyklus begann mit dem Halving im April 2024. Das Allzeithoch wurde im Oktober 2025 bei 126.198 US-Dollar erreicht, rund 18 Monate nach dem Halving.
Seitdem hat Bitcoin etwa 44 % korrigiert. Dieser Drawdown ist der mildeste aller bisherigen Zyklen, was auf die veränderte Marktstruktur durch ETFs und institutionelle Käufer zurückzuführen sein könnte.
November 2022 war der letzte Boden, November 2026 wäre die logische Fortsetzung
CryptoQuant hat den aktuellen Zyklus auf Basis historischer Verläufe modelliert. Die Plattform legte drei Referenzzyklen übereinander, jeweils vom Halving-Datum aus gemessen.
Das Ergebnis: Der Zyklus von 2012 ergibt einen Boden am 4. Juni 2026, der Zyklus von 2016 am 24. September 2026, der Zyklus von 2020 am 30. Oktober 2026. Alle drei Szenarien enden zwischen Juni und Oktober 2026. Der wahrscheinlichste Zeitraum liegt laut CryptoQuant zwischen September und November.
Fidelity formuliert es in seinem Q2-Outlook 2026 ähnlich: Wer an den historischen Vier-Jahres-Zyklus glaubt, erwartet einen Bitcoin Boden Q4, konkret um November 2026, also vier Jahre nach dem letzten Tief.
Auch VanEck CEO Jan van Eck ordnete den aktuellen Bärenmarkt explizit in den Vier-Jahres-Zyklus ein. 2026 sei das vierte Jahr, also das Jahr des Rückgangs. Gleichzeitig sagte er, der Boden bilde sich bereits jetzt.
Bitcoin Boden Q4 als Konsens: Warum drei unabhängige Quellen dasselbe Zeitfenster nennen
Die Konvergenz ist bemerkenswert: Eine On-Chain-Plattform, ein Vermögensverwalter mit 181 Mrd. US-Dollar und ein Fonds mit über 5 Bio. US-Dollar nennen unabhängig voneinander dasselbe Quartal.
Doch der Konsens hat Einschränkungen. Der aktuelle Zyklus hat 2025 das Muster bereits gebrochen. Es war das erste Post-Halving-Jahr mit negativer Rendite. Der MVRV Z-Score, der in früheren Zyklen Werte über 7 erreichte, kam diesmal nicht über 3.
Das bedeutet: Der Bullenmarkt erreichte nie die typische Überhitzungszone, bevor die Korrektur einsetzte. ETFs halten inzwischen rund 12 % des zirkulierenden Angebots. Corporate Treasuries wie Strategy entziehen dem Markt dauerhaft Coins. Diese Käufer reagieren nicht auf kurzfristige Zyklen, sondern auf Quartalsstrategien und langfristige Allokationsmodelle.
Ob dieser permanente Nachfrageboden den klassischen Zyklus dämpft, beschleunigt oder bricht, ist offen. Der Bitcoin Zyklus Boden könnte in Q4 2026 liegen, wie das Muster es nahelegt. Er könnte aber auch bereits hinter uns liegen, wenn die institutionelle Nachfrage stark genug ist, um die historischen Drawdowns zu komprimieren.
Die Daten zeigen eine Richtung. Eine Garantie liefern sie nicht.
Wir berichteten über den Vier-Jahres-Zyklus und seine Darstellung im Bitcoin Spiral Chart.